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Blog Miroslav Dvořák: Dank des neuen Auftrags starten wir unsere Investitionen neu

MOTOR JIKOV GROUP hat einen der bedeutendsten Aufträge der letzten Jahre gewonnen.

Die Produktion von Anhängevorrichtungen für einen renommierten ausländischen Partner mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden CZK über einen Zeitraum von fünf Jahren stellt nicht nur eine große Verpflichtung dar, sondern ist auch ein klarer Beweis für das Vertrauen in das erstklassige Know-how der Gruppe. Über die Details des Projekts, seine Produktions- und Investitionsanforderungen sowie die Auswirkungen auf Beschäftigung und Robotisierung spricht Miroslav Dvořák, Eigentümer und Vorstandsvorsitzender der MOTOR JIKOV Group.

Sie haben einen bedeutenden Auftrag unterzeichnet. Können Sie ihn näher vorstellen?

Es ist uns gelungen, einen Auftrag zur Herstellung von Komponenten für Anhängevorrichtungen mit einem Gesamtvolumen von rund 1,5 Milliarden CZK über fünf Jahre zu gewinnen. Der Auftrag bezieht sich auf den Zeitraum 2027–2031 und ist strategisch sehr wichtig für die gesamte MOTOR JIKOV GROUP.

Gegenstand der Produktion sind Anhängerkugeln und Steckverbindungen für verschiedene Fahrzeugmodelle. Es handelt sich um Schmiedeteile, die wir bearbeiten werden. Dank unseres Know-hows im Bereich der Präzisionsbearbeitung konnten wir uns in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchsetzen.

Die fertigen Teile werden an den Kunden nach Deutschland geliefert und sind für moderne, elektronisch gesteuerte, ausklappbare Systeme bestimmt. Unser zentraler Mehrwert liegt in stabiler Qualität, einem hohen technologischen Niveau sowie in der Fähigkeit, wettbewerbsfähige Lieferzeiten und Kosten einzuhalten.

Warum können diese Komponenten nicht beispielsweise in einer Gießerei hergestellt werden?

Aufgrund der hohen mechanischen Anforderungen können diese Komponenten nicht aus Gusseisen gefertigt werden – sie müssen aus Stahl geschmiedet werden. Daher sind wir nicht in der Lage, die Halbfabrikate intern herzustellen. Obwohl wir über starke Gießereidivisionen verfügen, sind diese Technologien für diese konkrete Produktion nicht geeignet.

Derzeit wählen wir zuverlässige Lieferanten für Schmiedeteile aus – unter den Kandidaten sind Unternehmen aus Tschechien, Deutschland, Ungarn und Spanien.

Welchen Umfang wird die Produktion haben und wie fügt sich das in die Gesamtstrategie von MJG ein?

Das geplante Produktionsvolumen beträgt 250.000 Sets pro Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren. Dieser Auftrag passt perfekt zu unseren bestehenden Kapazitäten und unserem Know-how bei MOTOR JIKOV Strojírenská a.s. und ermöglicht es uns, den gesamten Investitionszyklus innerhalb der MJG-Gruppe neu zu starten.

Aus wirtschaftlicher Sicht erwarten wir, dass wir durch die Kombination von Gewinnen und Abschreibungen jährlich etwa 150 Millionen CZK generieren, was uns den Weg für Reinvestitionen eröffnet – insbesondere in die Modernisierung unserer Gießereibetriebe.

Wie sieht der Zeitplan aus und welche Investitionen sind erforderlich?

Die erste Phase der Vorbereitungen begann bereits im Jahr 2025 mit der Herstellung ausgewählter Prototypen. Im Jahr 2026 folgt eine anspruchsvolle Phase der Produktionsvorbereitung und Bemusterung. Dazu gehören die Sicherstellung der Schmiedeteile und die Qualifizierung der Lieferanten, die Herstellung von Vorrichtungen, die Sicherstellung von Schneidwerkzeugen und Messmitteln sowie Anpassungen der Produktionshallen. Diese Phase wird etwa 1–1,5 Millionen Euro kosten.

Gleichzeitig müssen Musterteile in einwandfreiem Zustand und termingerecht für den Zertifizierungs- und Homologationsprozess des Endprodukts bereitgestellt werden.

Anschließend folgen Investitionen in neue Bearbeitungsmaschinen einschließlich Peripherie mit einem erwarteten Volumen von rund 3 Millionen Euro. Die ersten Maschinen sollen im September 2026 installiert werden, weitere folgen schrittweise entsprechend der Anlaufkurve des Kunden. Alles wird für den Start der Serienlieferungen im Januar 2027 vorbereitet sein.

Ein so großer Auftrag wird sich auch auf die Personalstruktur auswirken…

Selbstverständlich wird das Projekt auch Auswirkungen auf den Personalbereich haben. Wir rechnen mit einer Aufstockung um etwa 20–30 Mitarbeiter. Ein Teil wird aus anderen Bereichen von MOTOR JIKOV Strojírenská a.s. übernommen, ein Teil wird neu eingestellt.

Angesichts der technischen Anforderungen konzentrieren wir uns vor allem auf qualifizierte Fachkräfte – Einrichter und Spezialisten im Bereich Qualität. Die Rekrutierung läuft bereits, damit wir rechtzeitig vorbereitet sind.

Wie schwierig war es, diesen Auftrag zu gewinnen?

Es war sehr anspruchsvoll. Das Auswahlverfahren dauerte mehr als ein Jahr. Sowohl in Europa als auch weltweit gibt es starke Konkurrenz, aber dank unseres technischen Know-hows, unserer Qualität und Flexibilität konnten wir überzeugen, dass MJG der richtige Partner ist.

Der Kunde stellt hohe Anforderungen nicht nur an die Qualität, sondern auch an umfassende Projektunterstützung – und wir freuen uns, dass wir unsere Stärken unter Beweis stellen konnten.

Planen Sie im Rahmen des Projekts auch Automatisierung und Robotisierung?

Ja, definitiv. Bereits jetzt führen wir Gespräche mit Spezialisten für Robotisierung über konkrete Produktionsphasen, in denen Prozesse automatisiert werden können. Dies ist Teil unserer langfristigen Strategie – die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit nicht nur durch personelle Kapazitäten, sondern auch durch intelligente Technologien zu sichern.

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